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Über ihn

Signet Sechter

Vom Komischen zum Lächerlichen, so Sebastian Sechter, sei es nur ein kleiner Schritt. Und wer wüßte das besser als er, der sich in all seinen literarischen Arbeiten als legitimer Erbe der großen deutschen Meister zu erkennen gibt – genauer gesagt: als jüngstes Glied einer verborgenen Linie, die von den ersten Zeugnissen des frühen Mittelalters über Johann Wolfgang von Goethe und Wilhelm Busch bis zu Julie Schrader führte, um nunmehr in dem einzigartigen Talent des aus Xanten stammenden Künstler zu gipfeln und ihn, den Kulminationspunkt dieser Entwicklung, tatsächlich vorübergehend mit dem etymologischen Gedanken spielen ließ, sich fortan in Kulmbach niederzulassen, bevor er sich zunächst entschloß, das Bergische Land (»wo es am bergischsten ist«) und inzwischen die freundlichere, weitere Gegend des Niederrheins zum Wohnsitze zu erkiesen. Gerade hier, gar nicht weit von uns entfernt, sprießt nun die Pflanze weiter, die bereits in den letzten fünfzehn oder zwanzig Jahren so unendlich viele Früchte getragen hat, daß es durchaus angemessen erscheint, der Zukunft nicht nur der deutschen Poesie, sondern der deutschen Sprache überhaupt wieder mit frohem Sinn entgegenzuschauen.

Bescheiden freilich ist Sechter wie eh und je. So bescheiden, daß eine erkleckliche Zeit verstreichen mußte, bis er den Text zu seiner Person und seinem Schaffen redigiert und abgesegnet hatte: Wichtigeres gäbe es zu tun, meinte er immer wieder vertröstend, die Zahl der Sinnsprüche und Sentenzen, denen er bis dato seinen Ruhm vor allem verdankte, müßten um ein erhebliches vermehrt werden; daneben gelte es, die täglichen »Allerleiereien« zu kommentieren, aus ihrer schicksalhaften Unabänderlichkeit herauszuarbeiten und dergestalt zu relativieren, daß jeder, der etwas davon haben will, auch etwas davon hat.

Gleichwohl ist aus Sebastian Sechter, seit er nicht mehr in seiner schief-verschieferten Kate zwischen den »sieben Bergen verborgen« dem Hauptberuf des »Geflügelwarts« nachgeht, ein deutlich extrovertierterer Charakter geworden – andernfalls die hier und jetzt für ihn eingerichtete website niemals hätte ins Auge gefaßt, geschweige den verwirklicht werden können. Irgendwann stand er, wie das so seine Art ist, vor unserer Tür und meinte: »Von mir aus ...!«